Die Sklaverei in den USA bildet eine Fortsetzung der Sklaverei, die bereits in den 13 Kolonien bestand. Aus diesen 13 Kolonien ging die USA hervor. Die Sklaverei steht in Verbindung mit der Kolonisierung Amerikas im 16. – 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit ging eine Massenversklavung von Afrikanern einher, die in allen Teilen des dünn besiedelten Doppelkontinents als billige Arbeitskräfte eingesetzt wurden. Dieses Verhalten betrifft nicht nur die Kolonien, aus denen später die USA entstand, sondern auch Brasilien und die europäischen Kolonien in der Karibik. In diesem Gebiet wurde die Sklaverei sogar in einem noch größeren Umfang betrieben.

Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges war die Sklaverei bereits in vollem Gange. Der Krieg selbst wurde z.B. im Wesentlichen mit Tabaklieferungen aus Plantagen Virginias nach Frankreich finanziert.

Die Sklavenhaltung entstand auf dem nordamerikanischen Festland jedoch nicht erst mit der Ankunft der europäischen Kolonialherren, sondern war bereits in manchen indianischen Kulturen üblich. Mit der Gründung der Kolonien im 17. Jahrhundert erlangte sie allerdings erstmals allgemeine Verbreitung. Einen steilen Aufstieg nahm die Sklaverei dann mit der Entstehung der Plantagenökonomie, die im 17. Jahrhundert in Virginia entstand.

Die Sklaverei wurde in den Kolonien hauptsächlich verwendet, da diese sehr dünn besiedelt waren und den wachsenden Bedarf an billigen Arbeitskräften nicht mit eigenen Ressourcen decken konnten. Deshalb wurden afrikanisch stämmige Sklaven aus der Karibik, später aber auch zu immer größerer Zahl direkt aus Westafrika importiert.

In der ersten Hälfte der 19. Jahrhunderts verschob sich die Plantagenökonomie von Virginia immer weiter in den amerikanischen Westen. Daraus resultierte eine Massenverschleppung Hunderttausender afroamerikanischer Sklaven aus dem Oberen Süden in den Tiefen Süden, besonders nach Alabama, Mississippi und Louisiana.

Ein offizielles Ende der Sklaverei wurde mit einer militärischen Niederlage der Konföderation im Sezessionskrieg (1865) ausgelöst. Im selben Jahr wurde der 13. Zusatzartikel in die Verfassung aufgenommen. Dieser Zusatzartikel schaffte die Sklaverei und Zwangsarbeit mit Ausnahme für Straftäter auf dem gesamten Gebiet der Vereinigten Staaten endgültig ab. Der Bedarf an billigen Arbeitskräften wurde sodann durch das Convict Lease-System aufgefangen. Durch dieses System wurde eine Vielzahl von Afroamerikanern bis ins 20. Jahrhundert in einem System der Zwangsarbeit festgehalten.

Convict Leasing versorgte Plantagenbesitzer und Unternehmen mit vergleichsweise billigen Arbeitskräften. Die Pächter waren für die Versorgung der Arbeitskräfte mit Nahrung, ihre Unterbringung, ihre Bewachung, ihre medizinische Verpflegung und ihre Bekleidung verantwortlich.
Die Arbeitskräfte beim Convict Leasing bestanden aus Strafgefangen.

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Kategorien: Geschichte

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